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Schnuppersegeln am Hofer Untreusee

Alexandra und Felix auf "großer Fahrt"

HOF.- Auch in diesem Jahr lies es sich der Marnie-Verein Hof von 1906 e.V., Abteilung Marine-Jugend, nicht nehmen (Coronabedingt) für Kinder und Jugendliche ein Segelschnupper-Wochenende im Rahmen des Sommerferienprogramms des Stadtjudendring Hof anzubieten. Dies war dann auch für den 28. Und 29.08. anberaumt.

Die Vorhersagen waren jedoch nicht sehr günstig. Wenig Wind (maximal 2 Bft.), dafür aber jede Menge Regen waren prognostiziert und so traf es dann leider auch ein. Angemeldet hatten sich fünf Kinder im Alter von 8 – 12 Jahren – tatsächlich gekommen sind dann leider nur zwei Unerschrockene, ein Mädchen und ein Junge, um sich auf das Abenteuer „Segeln im Optimist“ einzulassen.

Nach einer kurzen theoretischen Unterweisung durch die anwesenden Betreuer/Trainer wurde dann sogleich der „Optimist“, das Jugendboot weltweit, in dem fast alle jungen Segler ihre ersten „Schritte“ auf dem Wasser gewagt haben, in Augenschein genommen und die Bootsteile benannt. Mast, Baum und Segel kennt man ja landläufig, wenn es jedoch dann zum Ruder mit Pinne, der Spriet, den Bändseln und der Ducht geht, so hört das Allgemeinwissen dann doch meist auf – und warum braucht man zum Segeln ein Schwert? All diese Fragen und Begriffe wurden erklärt und aufgenommen – und können natürlich im enthaltenen Übungsbuch nachgelesen werden.

Bevor es dann aufs Wasser ging, wurden noch die wichtigsten Segelknoten, der Achtknoten, der Kreuzknoten, der Palstek und der Webleinenstek erlernet, damit das Boot beim Anlegen auch da bleibt, wo man es „festgebunden“ hat.

Nach einer Runde gemeinsamen paddeln und steuern des Optimisten wurden dann endlich die Segel gesetzt und ab jetzt war der Wind der Motor der neuen „Kapitäne“. Die ersten Runden auf dem Hofer Meer wurden gesegelt – immer schön eine Wende nach der Anderen und am Nachmittag des Samstages kam doch dann tatsächlich noch die Sonne heraus und erwärmte die durchgefrorenen Knochen der Segler und Betreuer. Ferner wurden noch die Manöver An- und Ablegen geübt.

Frischen Mutes wurde dann der Sonntag in Angriff genommen – heute Standen die Manöver „Halse“ und die Königsdisziplin, das Kreuzen (fahren gegen den Wind) an und auch dies wurde mit Bravour vollzogen, so dass die beiden Jungsegler dann bereits auf den Regattakurs „Dreieck“ geschickt werden konnten. Leider wurde der Regen gegen nachmittags immer stärker, sodass die Aspiranten vollkommen durchnässt und kalt erst einmal das Trockene in der Bootshalle aufsuchen mussten. Hier wurden dann noch die Vorfahrtsregeln gepaukt und die Knoten vertieft und geübt. Viel zu schnell war dann schon wieder Ende und beide Kids waren sich einig, dass sie gerne wieder an den See zum Segeln kommen wollen.

Text und Bilder: Mirco Schlegel

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